Fit für die Zukunft: Infrastruktur im Martiniviertel

Die Stadt Münster treibt die Planungen für die Umgestaltung im historischen Martiniviertel in der Innenstadt voran. Im Vorfeld machen die Stadtnetze Münster ab Mai 2025 zunächst die Versorgungsinfrastrukturen im Quartier fit für die Zukunft.

Vor der Umgestaltung werden zunächst die Versorgungsinfrastrukturen im Martiniviertel auf den technisch neusten Stand gebracht, unter anderem in der Lotharinger Straße.

Mehr Raum für Fußgänger und Radfahrende, mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität und mehr Klimaschutz – das sind die Ziele der Stadtverwaltung für die Zukunft im historischen Martiniviertel. Die Stadtverwaltung treibt die Planungen für die Umsetzung des im NRW-Städtebauwettbewerb „Zukunft StadtRaum“ erfolgreichen Konzepts voran.

Erst die Daseinsvorsorge, dann die Neugestaltung
Bevor es an die Umgestaltung von Straßenoberflächen, Gehwegen und Plätzen geht, machen die Stadtnetze Münster im Vorfeld die unterirdisch verlegten Versorgungsleitungen im Quartier fit für die Zukunft. So wird sichergestellt, dass die frisch erneuerten Oberflächen nicht nach kurzer Zeit für Leitungsarbeiten wieder geöffnet werden müssen.

Fernwärme sorgt in dem Innenstadtquartier mit seinem großem historischen Gebäudebestand für eine klimagerechte und zukunftsfeste Alternative zur Wärmepumpe. Die Stadtnetze erneuern die bestehenden Wärmeleitungen aus den 80er Jahren und erweitern das Fernwärmenetz an der Hörsterstraße. Außerdem sorgen neue Kabel für mehr Kapazitäten im Stromnetz und neue Rohre für frisches Trinkwasser in den anliegenden Gebäuden.

Fünf Bauphasen für eine verlässliche Versorgung

Geplant sind insgesamt fünf aufeinanderfolgende Bauabschnitte.

Ab Mai 2025 erneuen die Stadtnetze zunächst in der Lotharingerstraße, der Hörsterstraße (Teilstück zwischen Gartenstraße und Lotharingerstraße) sowie an der Promenade Fernwärmeleitungen. In Teilbereichen wird außerdem die Trinkwasserinfrastruktur erneuert. Anschließend sind Leitungsarbeiten in weiteren Abschnitten der Hörsterstraße, der Stiftherrenstraße sowie der Martinistraße vorgesehen.

Jeder der fünf Bauabschnitte wird voraussichtlich rund sechs Monate dauern. Die Bauabschnitte 1 bis 4 werden aufeinanderfolgend gebaut. Die Bauarbeiten im Bereich der Martinistraße (5. Bauphase) werden gemeinsam mit den Arbeiten der Stadt Münster ausgeführt.

Die Planungen für die Leitungsarbeiten in den Bauphasen 2 bis 5 sind noch nicht abgeschlossen. Details zur Verkehrsführung und der  Ausführung werden sich zum jeweiligen Baustart weiter konkretisieren.  

Aufgrund ihrer geschichtsträchtigen Lage werden die Arbeiten laufend archäologisch begleitet. Eventuelle Funde können sich auf die Bauzeit auswirken. 

Ab Mai 2025 erneuen die Stadtnetze Münster in der Lotharingerstraße die dortigen Fernwärme- und Trinkwasserleitungen. Die Lotharingerstraße wird für die Arbeiten zwischen Adolph-Kolping-Schule und Hörsterstraße voll gesperrt. Für KFZ wird die Lotharingerstraße ab Wasserstraße zur Sackgasse. Die Umleitung erfolgt über die Stiftsherrenstraße. In der Stiftsherrenstraße wird ebenfalls eine Ersatzhaltestelle für Schul- und Stadtbusse eingerichtet.

Der Parkplatz am Standesamt Lotharinger Kloster bleibt in der Bauzeit zugänglich, ebenso die Hauseingänge der Anliegergebäude sowie Rettungswege.

Anschließend wird an der Hörsterstraße und dem angrenzenden Abschnitt der Promenade ein Baufeld eingerichtet. Für die Radfahrenden wird auf der Promenade eine Umfahrung hergestellt und die Fahrbahn der Promenade verschwenkt. Das Hörstertor wird in der Bauzeit auf eine Fahrspur in Fahrtrichtung Bült verengt. 

Im letzten Schritt rückt das Baufeld an die Kreuzung von Hörstertor und Gartenstraße vor. Das Hörstertor bleibt für KFZ weiterhin einspurig voraussichtlich in Fahrtrichtung Bült offen. Wer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, kann das Baufeld auf eigenen Wegen jederzeit sicher passieren.   

 

In diesem Bauabschnitt wird ein Teil der Hörsterstraße neu mit Fernwärmeleitungen erschlossen und die dortige Trinkwasserleitung erneuert. Weil in der engen Straße bereits Kanäle und Trinkwasserleitungen liegen, werden die Rohrleitungen mittig in der Fahrbahn verlegt. Die Arbeiten werden in kurzen Abschnitten (20 bis 30 Meter) ausgeführt. Die Baugrube wird abschnittsweise aus Richtung Standesamt in Richtung Stiftsherrenstraße wandern.  

Im Zuge der Bauarbeiten wird die Hörsterstraße zwischen Stiftsherrenstraße und Lotharingerstraße/Sonnenstraße für KFZ voll gesperrt. Die fußläufige Zugänglichkeit der anliegenden Ladenlokale wird in der Bauzeit sichergestellt. 

In der Stiftsherrenstraße werden zwischen der Kreuzung Hörsterstraße bis zur Höhe Martinikirchhof Fernwärmeleitungen erneuert.  

Aufrgund der engen Straßenverhältnisse wird in der Stiftsherrenstraße ebenfalls unter Vollsperrung gearbeitet. Auch diese Arbeiten werden als Wanderbaustelle in kurzen Abschnitten ausgeführt. Die Zugänglichkeit der Geschäfte und Häuser wird aufrecht erhalten. 

Während der Arbeiten im Bereich der Kreuzung Hörsterstraße/Stiftsherrenstraße wird für einen kurzen Zeitraum kein Verkehr durchfahren können.

 

Im vorletzten Bauabschnitt werden Am Bült bis zur Kreuzung Hörsterstraße/Stiftsherrenstraße Fernwärmeleitungen erneuert. Diese Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung der Hörsterstraße. Arbeiten finden auch auf dem Platz Am Bült statt. Die Zugänglichkeit der anliegenden Ladenlokale wird sichergestellt.

Zum Abschluss der Infrastruktur-Modernisierung im Martiniviertel werden die Wärmeleitungen in der Martinistraße unter Vollsperrung erneuert. Bei der Planung und Durchführung dieser Arbeiten werden die Belange des Theaters berücksichtigt.